Was sind die Unterschiede beim Bauen? Holz oder Stein?

Vergleichen Sie hier die verschiedenen Bauweisen für Ihr Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus aus Ziegel / Massivbau, Holzständerbauweise / Fertigbauweise und Dübelholz / Massivholz.

Vorteile und Nachteile von drei Bauarten wie Ziegelhaus, Holzständerhaus und Massivholzhaus werden hier erklärt, damit Sie gut informiert starten können in Ihr Projekt Traumhaus. Alle Infos über Kosten, Hauskauf, Brandschutz, Schallschutz, Sommerlicher Hitzeschutz, winterlicher Wärmeschutz, Energieeffizienz, Bauzeit und viel mehr.

Vergleich Hausbauweisen
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  • Sommerlicher Wärmeschutz / Phasenverschiebung
    Die so genannte Phasenverschiebung sorgt dafür, dass die Mittagshitze nicht zeitgleich durch das Bauteil (Außenwand oder Dach) hindurchwandert. Sie beschreibt die Zeitspanne / Zeitverschiebung, in der die höchste Tagestemperatur das Bauteil von der Außenseite zur Innenseite durchwandert und die Außentemperatur an die Innentemperatur in die Räume abgibt.
  • Winterlicher Wärmeschutz der Gebäudehülle
  • Ökologie der Baustoffe
  • Co2-Ausstoß bei Produktion
  • Wirtschaftlichkeit
  • Schallschutz Geschossdecken
  • Massivhaus
    Vorteile
  • Der Wärmeschutz in einem gemauerten Massivhaus mit Ziegeln ist sehr gut, da es eine hohe Speicherkapazität hat (bspw. durch die Betondecke). Die Phasenverschiebung beim Massivhaus ist im Vergleich zum Fertighaus in Holzständerbauweise sehr hoch.
  • Die Herstellung eines gemauerten Massivhauses ist derzeit noch relativ günstig, wenn man den normalen EnEV-Standard einhält und sich keinen besseren Energieeffizienz-Standard wie KfW 40, KfW 40 Plus oder Passivhaus als Ziel setzt. Wichtig sind hierbei auf die Ausstattungsstandards des Hausbauers zu achten!
  • Aufgrund der hohen Masse an Ziegeln, entsteht ein hoher Schallschutz beim herkömmlichen gemauerten Massivhaus. Jedoch sind aufgrund der EnEV viele Ziegel optimiert worden, so dass sie sehr leicht sind und den Schall auch beim Massivhaus leicht durch das Mauerwerk lassen. Bei den Fenstern ist dabei zu achten, dass sie gut gegen Schall geschützt sind.
  • Massivhaus
    Nachteile
  • Massivhäuser sind energetisch sehr schwer zu realisieren, da es die Baustoffe kaum zulassen, wärmebrückenfreie Konstruktionen zu machen. Schwachpunkte sind vor allem Anschlüsse von Kellerwänden an Bodenplatten, Fensteranschlüssen uvm. Eine monolithische Ziegelbauweise im Passivhaus-Standard hinzubekommen ist kaum möglich und preislich uninteressant.
  • Zur Herstellung von Ziegeln und Beton wird extrem viel Energie gebraucht. So müssen die Hochöfen bei der Zementindustrie ständig beheizt werden. Oft durch Verbrennung von wichtigen Energieträgern. Wenn man sich vorstellt, dass rund 50% des weltweit jährlichen CO2 Ausstoßes durch Baustoffe entstehen, ist es wichtig, dass man beim eigenen Haus darauf achtet, nachhaltige Baustoffe zu verwenden.
  • Für die Herstellung von Ziegeln und Zement für beton wird eine erhebliche Menge an Treibhausgasen wie CO2 freigesetzt. Hohe Energie wird benötigt um den Ziegel und Zement zu brennen. Dieser hohe Energiebedarf durch die Baubranche ist ein maßgebender Faktor für den hohen CO2 Ausstoß auf der ganzen Welt und somit mitverantwortlich für den Klimawandel.
  • Versucht man im Massivhaus einen hohen Energiestandard wie das KfW 40, KfW 40 Plus oder gar das Passivhaus hinzubekommen, schießen die Kosten schnell in die Höhe, da es sehr schwer ist, Wärmebrücken zu minimieren bzw. ganz weg zu bekommen. Aufgrund des schweren Baustoffes und der guten Wärmeleitung, die sich negativ auf das Dämmen auswirkt, kann man nur mit teuren Komponenten dagegen wirken. Als Beispiel eine Kellerwand die auf der Bodenplatte steht und die Wärme von innen nach außen überträgt, oder eine Betondecke auf der Außenwand, die die Wärme nach außen ableitet.
  • Holzständerhaus
    Vorteile
  • Im Holzständerbau / Fertighausbauweise ist es einfacher als beim Massivhaus die Wärmebrücken minimiert zu bekommen, da der Werkstoff Holz viel weniger wärmeleitet, als Beton und das Ziegelmauerwerk. Jedoch ist die luftdichte Ebene nicht so einfach zu realisieren, vor allem an den Übergängen zwischen Wand und Decke.
  • Bei Fertighäusern werden als Tragkonstruktion meist Holzständer genutzt. Der Hohlraum wird mit Dämmstoffen ausgefüllt. Manche Hersteller für Holzhäuser bzw. Fertighäuser bedenken den Umweltschutz und benutzen nachhaltige Dämmstoffe.
  • Holzhäuser aus ökologischen und nachwachsenden Baustoffen sind positiv für die Umwelt, da im Wachstum von Bäumen und Pflanzen (zum Beispiel Hanf als Dämmstoff) CO2 gespeichert und somit die Atmosphäre entlastet wird.
  • Je nach Fertighaushersteller gibt es günstigere und teurere Hersteller. Meist liegt dies an den Details der Ausstattung. Da es im Holzbau generell leichter ist wärmebrückenfrei zu bauen, ist es zudem kostengünstiger, ein Fertighaus mit hohem Passivhaus oder KfW 55 Haus Energiestandard im Vergleich zum Massivhaus zu bauen.
  • Holzständerhaus
    Nachteile
  • Durch die leichte Bauweise im Holständerbau (nur ca. 15% der Wand ist aus Holz, der Rest der Dämmung besteht meist aus Glaswolle) ist kaum Speicherkapazität vorhanden. Man kennt es auch aus Dachgeschoss-Wohnungen, da hier oft eine Überhitzung stattfindet. Dies liegt daran, dass die Wärmeenergie im Sommer leicht eindringt, da die Phasenverschiebung nur 6-8 Stunden beträgt. Heißt, dass bei einem heißen Sommertag und Sonnenschein ab 9 Uhr die Hitze ab 15 Uhr nicht mehr aus den Räumen geht. Auch bei energetischen Berechnungen für den Hitzeschutz ist ein Holzständerhaus bzw. Fertighaus in Ständerbauweise viel schlechter eingestuft.
  • Die luftdichte Ebene ist sehr schwer zu realisieren. Vor allem an Anschlüssen wie Wänden und Decken, da vor allem die 3-dimensionalen Details luftdicht nur schwer hinzubekommen sind.
  • Viele Fertighaushersteller benutzen Dämmstoffe und Plattenwerkstoffe, die wie Styropor aus Öl gewonnen werden und zum Teil Ausdünstungen haben, was sich nicht positiv auf die Menschen auswirkt. Glaswolle, Styropor und andere künstlich hergestellt Dämmstoffe sind zwar im Winter gut, haben jedoch einen schlechten sommerlichen Wärmeschutz und Schallschutz.
  • Negativ ist es, wenn anstatt ökologischen Materialien Dämmstoffe benutzt werden, die durch Rohöl hergestellt werden und zur Herstellung viel Energie verbrauchen. Auch Gebäude, die komplett mit Holzweichfasern gedämmt werden, sind wegen der hohen Energiemenge zur Herstellung der Holzweichfaserplatten nicht optimal. Auch Hobelspäne sind kein optimaler Dämmstoff, da viel davon verwendet werden müssen, um einen guten Energiestandard wie den KfW 40 / KfW 40 Plus Effizienzhaus-Standard hinzubekommen. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, welche Dämmstoffe wie viel Energie zur Herstellung benötigen und welcher CO2 Ausstoß dadurch entsteht.
  • Leider gibt es bei den Fertighausherstellern viele schwarze Schafe die durch die Ausstattung die Preise, wie zum Beispiel Fliesen für einen Materialpreis von unter 20€/m², drücken. Bei der Bemusterung (nach dem Kauf des Hauses und vor dem Bauen) kommt das große Erschrecken und alles wird teurer als geplant und finanziert. Somit hat man Ärger und muss evtl. eine Nachfinanzierung machen, was sehr teuer ist, da die Zinsen um einiges höher sind als beim herkömmlichen Baukredit. Leider ist diese Methode bei fast allen Hausherstellern üblich, zuvor mit günstigen Hauspreisen im Internet zu werben und beim Bemustern („Aufmustern"), den Bauherren das vorher reduzierte Angebot teurer zu machen.
  • Die leichten Dämmstoffe und die geringe Masse im Wandaufbau lassen oft Lärm aus der Umgebung durch die Gebäudehülle dringen. Bei Fassaden mit WDVS (Wärme-Dämmverbund-Fassade) kann hinzukommen, dass ein Specht Löcher in die Fassade klopft und somit unangenehme Geräusche entstehen.
  • Dübelholzhaus
    Vorteile
  • Die Dübelholzwand mit dem wärmebrückenfreien Regalsystem sowie den ökologischen Dämmstoffen aus Zellulose und Holzweichfaser hat ein sehr hohes Gewicht im Vergleich zur Holzständer- und Holztafelbauweise. Dies ermöglicht eine hohe Speicherkapazität, ähnlich wie beim Massivhaus und somit eine hohe Phasenverschiebung. Die Phasenverschiebung beim K-Plus Haus in der Wand beträgt rund 19 im Dach rund 17 Stunden. Das heißt, dass die Sonne untergeht, bevor die Hitze in den Baukörper eindringt. Wichtig ist trotzdem, dass auch die Verschattung der Fenster in Anspruch genommen wird.
  • Das K-Plus Haus aus Massivholz weist eine fast wärmebrückenfreie Konstruktion auf. Aufgrund der klaren Ebenen (der warme Pullover ums Haus) und der durchgehenden luftdichten Ebene aus einem zertifizierten Holzplattenwerkstoff ist es für die Zimmerleute leicht, die Gebäudehülle dauerhaft energieeffizient hinzubekommen.
  • Beim Kaufmann K-Plus Haus wird an allen Stellen, an denen es um Nachhaltigkeit geht, auf das „Cradle to Cradle“ Konzept gesetzt. Bei der nachhaltigen Forstwirtschaft im Wald angefangen wird dann auch beim Säger darauf geachtet, dass 100% des Holzstammes wiederverwendet werden kann. So werden aus dem mittleren Holz (stärkeren Holz) Deckenelemente gedübelt und aus der sogenannten Seitenware (seitlich anfallenden Holz) massive Wandelemente hergestellt. Aus dem rechtlichen Holz werden Dachlatten, Holzrahmen und Holzweichfaser hergestellt. Die Holzweichfasern werden als Dämmstoff und Putzträgerplatte genutzt, dabei stammen über 95% des Holzes aus süddeutschen Wäldern und von regionalen Sägern.
  • Durch die nachhaltige Forstwirtschaft werden mehr Bäume gepflanzt als geschlagen. Die Bäume, welche ihren Wachstum erreicht haben und nur noch wenig CO2 speichern können, werden gefällt und in Sägewerken (welche hauptsächlich durch Photovoltaikstrom ihren Strom beziehen) gesägt und getrocknet. Auch Dämmstoffe werden aufgrund der Nachhaltigkeit und des CO2 Ausstoßes bei Kaufmann ausgewählt. Insgesamt werden bei den meisten Klimaberechnungen Brettstapel- oder Dübelholzelemente herangezogen, um aufzuzeigen, wie gut der Holzbau als CO2 Speicher wirkt. Somit wird die Umwelt durch den Bau von Massivholzhäusern positiv entlastet („sie kann wieder durchatmen").
  • Durch die Massivholzwand mit ihren ökologischen Dämmstoffen sowie dem Dachaufbau, hat das K-Plus Haus einen hohen Schallschutz von außen nach innen. Schall durch den Verkehr von Autos, Fluglärm oder Kinderlärm wird durch die hohe Masse gut abgeschirmt und gelangt auch durch die gute Fensterverglasung nicht ins Haus.
  • Dübelholzhaus
    Nachteile
  • Der Hauspreis beim Kaufmann K-Plus Haus scheint am Anfang oft höher im Vergleich zu einem Fertighaushersteller, welcher den Preise aufgrund reduzierter Ausstattungen nach unten schraubt, oder zu einem Massivhaus-Hersteller bzw. Ziegelhaus-Hersteller, welcher nur einen sehr niedrigen Energiestandard bietet. (Vergleich Fliesen: viele Haushersteller liegen bei 25€/m² Materialpreis, Kaufmann bei 40€/m²).

    Hier spielt die Gesamtbetrachtung eine Rolle, also der Preis für den Hauskauf und die laufenden Kosten in Form von Baukredit und Energiekosten. Betrachtet man diese, kann das Kaufmann K-Plus Haus aus Dübelholz schon nach ein paar Jahren oder zum Teil schon sofort um mehrere tausende Euro höher sein.